Der Roots Reggae als Quelle für neue Musikrichtungen
Dancehall
Zu den legitimen Nachkommen des Roots Reggae zählt der vom Hip-Hop beeinflusste Dancehall, dessen bekannteste Interpreten, unter anderem Beenie Man und Sean Paul, oft mit gewaltverherrlichenden, frauenfeindlichen und homophoben Texten aufwarten. Leider spiegeln auch diese Texte des Dancehall die derzeit offensichtlich auf Jamaika existierenden Probleme in der Gesellschaft wider.
Reggae Fusion
Reggae Fusion ist, wie der Name schon sagt, eine wilde Mischung aus Reggae und Dancehall, bei dem auch Einflüsse aus Hip Hop, R&B, Rock ‘n Roll, Indian und Latin Reggae etc. eine Rolle spielen. Bekannter Interpret ist hier Bill Laswell.
Reggaeton
Reggaeton als Spielart des Roots Reggae entwickelte sich aus Latino-Einflüssen, unter anderem dem spanischen Reggae aus Panama. Er verbindet Reggae mit Dancehall und lateinamerikanischen Klängen wie Cumbia, Bomba, Plena und Hip Hop. Bekannter Interpret dieser Gattung ist Arcángel.
Dub
Der minimalistische Dub entstand ursprünglich aus dem Ergänzen und/oder Verfremden von typischen Reggaebassläufen oder Reggaerhythmen. Kennzeichen des Dub sind zum Beispiel phasenweises Einblenden einzelner Instrumental- oder Gesangsspuren und über einzelne Tonspuren gelegte Effekte wie Reverb (Nachhall), Echo oder Phaser. Bekannter deutscher Künstler für das Genre Dub kann Jan Delay genannt werden.
Roots Reggae heute
Inspiriert vom Roots Reggae eines Bob Marley oder Alpha Blondie gibt es auch heute überall auf der Welt Musiker, die deren Erbe fortführen: Gentleman in Deutschland, Paprika Korps in Polen, Groundation in den USA oder Punky Donch aus den Niederlanden.
Dieser Text ist nur als kurze Zusammenfassung des musikalischen Genres Roots Reggae gedacht und erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit!